(JaWi) Eine Vielzahl an Beförderungen und Ehrungen standen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Dötlingen am 27. Januar neben Jahresberichten und Wahlen von Funktionsträgern auf der Tagesordnung.

Ortsbrandmeister Torsten Fischer konnte seitens der Feuerwehr Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich und dessen Stellvertreter Malte Grotelüschen begrüßen. Aus dem Rat waren Thore Güldner, Gabriele Roggenthien und Anke Spille der Einladung gefolgt. Auch Bürgermeister Ralf Spille war zur Versammlung erschienen. 

Im Jahresbericht der Ortsfeuerwehr Dötlingen betrachtete Ortsbrandmeister Torsten Fischer zunächst den Mitgliederbestand. Dieser verblieb durch jeweils zwei Ein- und Austritte konstant bei 49 Aktiven. Außerdem seien 17 Kameraden in der Altersabteilung. Für die Kinderfeuerwehr gelte weiterhin eine Warteliste, freie Plätze würden umgehend wieder aufgefüllt. Auch in 2016 traten wieder mehrere Mitglieder von der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr über. Fischer dankte in diesem Zusammenhang Kinderfeuerwehrwartin Silke Bleckwehl und Herbert Aschenbeck sowie dem weiteren Betreuerteam für ihr Engagement. Über 600 Stunden kamen hier im vergangenen Jahr zusammen.

Auf die Einsätze des Jahres 2016 rückblickend, resümierte Fischer, dass sich zwar die Zahl der Einsätze von 40 in 2015 auf 21 in 2016 nahezu halbiert habe, die Summe der geleisteten Einsatzstunden mit 812 im Vergleich zu 651 im Vorjahr jedoch gestiegen sei. Insbesondere die Brände bei Aschenbeck und auf Gut Altona seien hierfür verantwortlich. Er lobte dabei ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren. "Hier zeigt sich, wie wichtig die gemeinsamen Übungen, nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch mit der Feuerwehr Wildeshausen, sind.", so Fischer.

Insgesamt leisteten die Ortswehr Dötlingen und die Kinderfeuerwehr 5.898 Stunden. Neben den regulären Übungsdiensten entfielen davon allein rund 550 Stunden auf die Teilnahme an Lehrgängen und Fortbildungen. Unter anderem hatten erneut mehrere Atemschutzgeräteträger das Brandhaus in Lemgo besucht. 

Die Dötlinger Ortswehr habe auch in 2016 regelmäßig zum Dorfleben beigetragen. Neben der Ausrichtung der Blutspendetermine und der Durchführung der Brandschutzerziehung in Schule und Kindergärten, habe man Schützen- und Ernteumzug sowie einen Laternenumzug begleitet. Auch die ausgerichteten Veranstaltungen wie der Theaterabend und das Osterfeuer seien ein voller Erfolg gewesen. Zuletzt habe man auch die Typisierungsaktion der DKMS in Neerstedt unterstützt. 

Abschließend sprach der Ortsbrandmeister Rat und Verwaltung seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. In 2017 solle wieder ein verstärkter Fokus auf die Mitgliederwerbung gelegt werden. Dazu forderte er unmittelbar Ratsmitglied Thore Güldner zum aktiven Dienst in der Feuerwehr auf und überreichte ihm den Dienstplan der Wehr in Form eines Kalenders.

In seinem Jahresbericht aus Sicht der Gemeindefeuerwehr ging Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich unter anderem auf den Mitgliederbestand ein. Dieser sei bei den Aktiven von 147 im Vorjahr leicht auf 144 gesunken. Gleichzeitig habe die Zahl der Atemschutzgeräteträger jedoch von 47 auf 51 gesteigert werden können. Erfreulich sei auch die positive Entwicklung beim Nachwuchs in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Mit gut 30 Alarmierungen waren die Einsatzzahlen in 2016 laut Ulrich stark rückläufig. Rund 60 mal rückten die Wehren der Gemeinde weniger aus, als noch in 2015. Dies sei insbesondere dem Ausbleiben größerer Unwetterlagen zuzurechnen. Neben sieben Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen habe es aber auch zahlreiche Einsätze gegeben, die die Feuerwehren besonders gefordert hätten, so Ulrich. Dazu zählten zwei Großbrände sowie mehrere schwere Verkehrsunfälle, an denen unter anderem ein verunglücktes Löschgruppenfahrzeug in der Nachbargemeinde Hatten und ein mit Schulkindern besetzter Kleinbus in Neerstedt beteiligt waren. Auch auf die im Jahr 2016 getätigten Beschaffungen ging der Gemeindebrandmeister ein. Besondere Erwähnung fanden das neue Tanklöschfahrzeug TLF 3000 der Ortsfeuerwehr Brettorf sowie "eine der schnellsten Fahrzeugbeschaffungen in der Geschichte der Gemeinde Dötlingen". Am 8. Mai habe er die Anfrage vom Leiter der FTZ erhalten, ob er sich vorstellen könnte, einen Schlauchwagen des Katastrophenschutzes in der Gemeinde zu stationieren. Nach erfolgreicher Rücksprache mit der Verwaltung, konnte das Fahrzeug bereits am 14. Juni in Bonn abgeholt werden. Zum Abschluss seines Berichtes dankte Ulrich dem Gemeindekommando sowie Rat, Verwaltung und Kreisfeuerwehr für die "vielfältige Unterstützung".

Der Bürgermeister sprach den Feuerwehrleuten in seinen Grußworten seinen Dank für die geleistete Arbeit im Namen aller Bürgerinnen und Bürger aus. "Ich habe Hochachtung vor eurem Engagement und empfinde Bewunderung für die Routine und Ruhe mit der ich euch beim Großbrand auf Gut Altona erlebt habe.", beschrieb Spille seine Eindrücke. Eine gute Aus- und Weiterbildung seien wichtig, um diesen Dienst an der Allgemeinheit ausüben zu können. Der Rat und die Gemeinde stellten nach Möglichkeit genügend Mittel zur Verfügung, um eine gute Ausstattung der Feuerwehren sicherzustellen. 

Thore Güldner schloss sich als neuer Vorsitzender des Feuerwehrausschusses dem Dank des Bürgermeisters an. "Eure Arbeit ist nicht selbstverständlich und wir wissen was ihr leistet", so Güldner. Als neuer Vorsitzender des Feuerwehrausschusses freue er sich auf eine gute Zusammenarbeit und wolle für eine bestmögliche Ausstattung der Wehren sorgen.

Gemäß der Tagesordnung wurde nach dem Bericht des Schriftführers die Anhörung und Bestellung des Zugführers der Dötlinger Wehr durch den Ortsbrandmeister durchgeführt. Nachdem keine Einwände vorgebracht wurden, wird dieser Posten auch weiterhin von Stefan Castens bekleidet. 

Bei den anschließenden Wahlen von Funktionsträgern wurden Michael Castens und Andree Suhr in ihren Positionen als Atemschutzgerätewart und Stellvertreter bestätigt. Ebenso wurde Maik Cording als Zeugwart wiedergewählt. Als neue stellvertretende Gerätewarte werden künftig Arne Metzing und Marvin Leutloff fungieren. Zuvor hatte Lars Padeken dieses Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt. Die Wahlen fielen einstimmig aus.

Auch zahlreiche Beförderungen standen auf dem Programm. Mark Depenbrock wurde zum Oberfeuerwehrmann und Kai Riethmöller zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Michael Castens und Sascha Henning dürfen sich fortan Oberlöschmeister nennen. Den Dienstgrad des Oberbrandmeisters darf künftig Dötlingens Ortsbrandmeister Torsten Fischer tragen. Für ihn selbst überraschend, wurde auch Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich befördert. Er ist ab sofort Hauptbrandmeister. 

Wie bereits zuvor bei der Versammlung der Neerstedter Wehr, zeigte sich bei den anschließenden Ehrungen einmal mehr die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehr. Mit Torsten Fischer, Simon Schröder und Cord Wachtendorf wurden abermals drei Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Dötlingen mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Auch Silke Bleckwehl wurde dieses Ehrenzeichen rückwirkend vom vergangenen Jahr verliehen. Gustav Stasiak konnte sich außerdem über das Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für 50-jährige Mitgliedschaft freuen. Eine besondere Ehrung wurde Gerd Mittelstädt zuteil: Der 85-jährige erhielt unter Applaus das Abzeichen für 70-jährige Mitgliedschaft des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen verliehen.