(JaWi) Am 7. März kamen die hydraulischen Rettungsgeräte der Ortswehr Neerstedt noch bei einem schweren Verkehrsunfall zum Einsatz, um das Dach eines Unfallfahrzeuges abzutrennen und die eingeklemmte Fahrerin zu befreien. Nur einen Tag später waren sie bei der Dötlinger Ortsfeuerwehr Bestandteil eines Übungsdienstes der besonderen Art zum Thema Technische Hilfeleistung.

Woche für Woche gestalten die Gruppenführer für ihre Ortsfeuerwehren interessante Übungsdienste. Um die Ausbildung möglichst abwechslungsreich zu gestalten, darf der Spaß dabei trotz ernster Themen nicht zu kurz kommen. So stand in diesem Fall der gefühlvolle Umgang mit dem hydraulischen Rettungssatz, bestehend aus Rettungsspreizer, Rettungsschere und Rettungszylinder auf der Tagesordnung. Denn obwohl beispielsweise solch ein hydraulischer Spreizer mitunter einer Spreizkraft von über 50 Tonnen erwirken kann, lässt sich mit dem Gerät dennoch äußerst präzise arbeiten.

Um diese Präzision erlebbar zu machen, traten die in zwei Teams aufgeteilten Feuerwehrleute in mehreren Geschicklichkeitsspielen gegeneinander an. Dabei galt es in einer Disziplin, ein rohes Ei mit dem Spreizer von der Spitze eines Verkehrsleitkegels aufzunehmen und auf dem nachfolgenden Kegel wieder abzulegen. An einer anderen Station wurde die hydraulische Schere dazu genutzt, um dünne Kunststoffbecher zu greifen, mit denen Wasser zwischen zwei Eimern umgefüllt werden sollte. In beiden Fällen war es wichtig, die Kräfte der Geräte richtig zu dosieren, sodass weder Ei noch Becher beschädigt wurden.

Schließlich mussten die Einsatzkräfte bei einem überdimensionalen Jenga-Spiel die Nerven behalten. Mit Rettungszylinder und Spreizer wurde versucht, einzelne Hölzer aus dem Stapel zu entfernen, ohne dass dieser zusammenbricht. Die Hände durften dabei natürlich nicht zur Hilfe genommen werden.

 

Trotz des spaßigen Charakters stellte sich dieser Übungsdienst als sehr lehrreich für die Teilnehmer heraus. Insbesondere die feinfühlige Steuerung der kraftvollen Geräte überraschte.