Das amtlich reglementierte Feuerlöschwesen geht in der Bauernschaft Dötlingen auf den 24.10.1868 zurück. Aus der damaligen "Brand-Sprützen-Ordnung" geht hervor, daß der "Sprützendienst von einem jeden Eingesessenen vom 20. bis 50. Lebensjahr unweigerlich zu übernehmen ist". Aufsicht und Kontrolle über das "Dienstpersonal" für die große und kleine Spritze führte der jeweilige Bauervogt. Er leitete die halbjährlichen Übungen, verpflichtete die Träger, welche die Pumpe mit Wasser zu füllen hatten, und benachrichtigte die Pferdehalter für den Transport der Fahrzeuge.
Zur Mannschaft der großen Pumpe zählten zwei "Sprützenmeister", zwei Strahlmeister, zwei Schlauchaufseher und zwölf Pumper. Dienstversäumnisse wurden unter Strafe gestellt: Wer bei einer Übung "ausbleibt oder nicht vertreten ist, zahlt eine Brüche von zehn Groschen". Bei "Feuersbrünsten": "Wer ohne genügende Gründe ausbleibt, verfällt eine Brüche von einem Taler." Die Drückeberger unter den Pumpern wie auch die Pferdehalter, die Ihre Pferde verweigerten, wurden gleichfalls mit Strafe belegt. Die Einstellung zum Feuerlöschwesen muß demnach eine andere als heute gewesen sein.
1931 entstand eine Freiwillige Feuerwehr aus den Reihen der Turnerschaft, die Turnerfeuerwehr, die rund fünfunddreißig Mitglieder umfaßte. Auch Ihr stand zunächst nur eine Handdruckspritze zur Verfügung. Kurze Zeit später beschaffte die Bauernschaft eine Motorspritze und ein Privatbus, mit dem die Gäste der Gastwirtschaft Ahlers befördert wurden, ließ sich zum Mannschaftswagen (Löschgruppenfahrzeug) umbauen.Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Dötlingen mehrere Fahrzeuge stationiert, die zu den Löscheinsätzen in Bremen ausrückten; den Bereitschaftsdienst für das Dorf übernahm indessen eine Mädchengruppe des BdM. Bei Kriegsende waren die Löscheinrichtungen entweder vernichtet oder von den Alliierten beschlagnahmt.
Im Jahre 1979 zählte die Dötlinger Wehr siebenundvierzig Mitglieder. Sie konnte sich erfolgreich gegen die Zentralisationsbestrebungen des Gemeinderates wehren und bewies mit der Anschaffung eines Funkgerätes, schwerer Atemschutzgeräte und eines Notstromaggregates im Werte von 20.000 DM aus eigenen Mitteln den Willen zur Selbständigkeit innerhalb der Gemeinde.
Alljährlich im Herbst beteiligten sich die Dötlinger Feuerwehrleute an den Demonstrationen der Brandschutzwoche und veranstalteten einen Theaterabend, bei dem eine auswertige Laienspielgruppe ein plattdeutsches Theaterstück aufführte.
An Löschfahrzeugen standen zu diesem Zeitpunkt ein Tanklöschfahrzeug des Kreises mit einem Fassungsvermögen von 2.400 Litern, welches das alte TLF 8 auf Unimog (ebenfalls ein Kreisfahrzeug) ersetzte, sowie ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) zur Verfügung. Das Feuerwehrhaus wurde 1972 erweitert und erhielt nun auch einen Unterrichtsraum.
Im Jahr 1985 wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug von Ford durch ein neues LF 8 von Magirus Deutz ersetzt, welches auch heute noch im Einsatz ist und bei Einsätzen seither beste Dienste erweist.
1989 komplettierte ein weiteres Fahrzeug den Fuhrpark: Ein Volkswagen T3 als Mannschaftstransportwagen. Da das damalige Feuerwehrhaus an der Neerstedter Straße jedoch nur über zwei Stellplätze verfügte, wurde der "Bully" auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einer Garage auf dem Hof Poppe untergebracht. Auch dieses Fahrzeug ist bis zum heutigen Tage im Dienst.
Mit der Umgestaltung der Unfallverhütungsvorschriften im Land Niedersachsen in den 1990er Jahren genügte das Gerätehaus nicht mehr den Ansprüchen, sodass sich die Gemeinde zu einem Neubau des Feuerwehrhauses außerhalb des Ortskerns an der Straße "Am Kohlhoff" entschied. Im Jahr 2002 war dann das neue Domizil bezugsfertig und verfügte nun neben genügend Stellplätzen auch über einen großzügigen Sozialtrakt.
Der "Niedersachsen-Tanker", das TLF 8/18, hatte zu Beginn des neuen Jahrtausends bereits knappe 30 Jahre im Dienste der Ortsfeuerwehr Dötlingen gestanden. Deshalb wurde es im Jahr 2004 Zeit für eine Neubeschaffung, die mit dem Erwerb eines neuen TLF 16/25 auf Atego-Fahrgestell und mit einem Aufbau der Firma Ziegler verwirklicht wurde.
Sechs Jahre später wurde es ebenfalls Zeit für eine Ersatzbeschaffung des Mannschaftstransportwagens aus dem Jahr 1989. Als Nachfolgefahrzeug wurde ein Einsatzleitwagen (ELW 1) auf einem Mercedes Benz Sprinter Fahrgestell beschafft, welcher den steigenden Anforderungen im Einsatzgebiet entsprechend ausgerüstet war.