(JaWi) Einen interessanten Rückblick auf das vergangene Jahr bot die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Brettorf am 3. Februar. Auch Wahlen und Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Die Brettorfer Feuerwehrkapelle sorgte wie gewohnt für die musikalische Untermalung der Veranstaltung.

Ortsbrandmeister Dirk Wilkens konnte seitens der Feuerwehr den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Malte Grotelüschen begrüßen. Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Aus dem Rat war der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Thore Güldner, der Einladung gefolgt. Auch Bürgermeister Ralf Spille erschien zur Versammlung. 

Im Jahresbericht der Ortsfeuerwehr Brettorf bot Ortsbrandmeister Dirk Wilkens zunächst einen Rückblick auf die Einsätze des vergangenen Jahres. Insgesamt 13 Mal rückten die Brettorfer Brandschützer aus - deutlich seltener als noch im Vorjahr. Die geleisteten Stunden bei den Brandeinsätzen verdoppelten sich durch die Großbrände bei Aschenbeck und auf Gut Altona dennoch. Bei einem Flächenbrand konnte das neue geländegängige Tanklöschfahrzeug seine Schlagkraft unter Beweis stellen. Auch zu zwei Verkehrsunfällen wurde die Wehr aus Brettorf alarmiert. Leider gab es auch fünf Fehlalarme zu verzeichnen.

Der Mitgliederbestand stieg durch drei Neueintritte auf 48 Kameradinnen und Kameraden. Außerdem verstärkt ein neues Doppelmitglied aus der Feuerwehr Prinzhöfte-Horstedt die Brettorfer Wehr tagsüber. Insgesamt sind 16 Kameraden in der Altersabteilung und die Feuerwehrkapelle besteht weiterhin aus 13 Musikern. 

Insgesamt leisteten die Ortswehr Brettorf und die Feuerwehrkapelle 7361 Stunden. Neben den regulären Übungsdiensten entfielen davon allein über 660 Stunden auf die Teilnahme an Lehrgängen und Fortbildungen. Unter anderem hatten erneut mehrere Atemschutzgeräteträger das Brandhaus in Lemgo besucht.

Für die Planung, Abnahme, Abholung und die Einweisungen des in 2016 in Dienst gestellten Tanklöschfahrzeuges TLF 3000 wurden rund 700 Stunden verzeichnet. Das Fahrzeug habe sich mittlerweile im Übungs- und Einsatzdienst etabliert. "Unsere Schlagfertigkeit hat sich weiter verbessert.", so Wilkens. Nun stünde die Ersatzbeschaffung des Löschgruppenfahrzeuges an. Hierfür sei bereits erneut ein Arbeitskreis gebildet worden, welcher sich mit der Konzeptionierung des Fahrzeuges beschäftige.

Die Brettorfer Ortswehr habe laut Wilkens auch in 2016 regelmäßig zum Dorfleben beigetragen. Neben der Ausrichtung der Blutspendetermine, habe man auch den Schützenumzug begleitet. Auch Veranstaltungen wie die Osterfeier, der Tanz in den Mai und das Sommerfest wurden ausgerichtet. Zusätzlich habe die Altersabteilung die Teilnehmer des Behindertensportfestes mit Wasserspielen begeistert. 

Abschließend sprach der Ortsbrandmeister Rat und Verwaltung seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus.

Der Bürgermeister bewunderte in seinen Grußworten die geleistete Arbeit der allesamt ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden. "Alle Achtung vor der Leistung, die ihr erbringt und danke, dass ihr so engagiert für eine gute Sache einsteht.", lobte Spille die Feuerwehrleute im Namen aller Bürgerinnen und Bürger. "Die Tatsache, dass ihr losfahrt, ohne zu wissen was euch erwartet, kann man nicht hoch genug anrechnen.", führte er fort. Die Ausbildung und die Teilnahme an Lehrgängen seien laut Spille unerlässlich, um im Ernstfall über die nötige Handlungssicherheit zu verfügen. Der Rat und die Gemeinde stellten nach Möglichkeit genügend Mittel zur Verfügung, um eine gute Ausstattung der Feuerwehren sicherzustellen. Der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass der Rat auch die Notwendigkeit von weiteren Digitalfunkgeräten für die drei Ortswehren erkennen werde.

Dieser Aussage schloss sich Thore Güldner als neuer Vorsitzender des Feuerwehrausschusses an. "Gute Ausstattung ist wichtig, um unser aller Sicherheit gewährleisten zu können.", so Güldner. Letztlich seien es auch die Ratsmitglieder, die im Ernstfall auf die qualifizierte Hilfe der Feuerwehr angewiesen sein können. Bei der Tagung des Feuerwehrausschusses in der kommenden Woche könne man sich deshalb seiner Ansicht nach der Unterstützung der Politik sicher sein. Abschließend sprach er den Mitgliedern der Feuerwehr seinen Dank für die geleistete Arbeit aus und hoffte stets auf eine gesunde Heimkehr von Einsätzen.

Malte Grotelüschen ging im Jahresbericht aus Sicht der Gemeindefeuerwehr unter anderem auf den Mitgliederbestand ein. Dieser sei bei den Aktiven von 147 im Vorjahr leicht auf 144 gesunken. Gleichzeitig habe die Zahl der Atemschutzgeräteträger jedoch von 47 auf 51 gesteigert werden können. Erfreulich sei auch die positive Entwicklung beim Nachwuchs in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Mit gut 30 Alarmierungen waren die Einsatzzahlen in 2016 laut Grotelüschen stark rückläufig. Rund 60 mal rückten die Wehren der Gemeinde weniger aus, als noch in 2015. Dies sei insbesondere dem Ausbleiben größerer Unwetterlagen zuzurechnen. Neben sieben Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen habe es aber auch zahlreiche Einsätze gegeben, die die Feuerwehren besonders gefordert hätten, so der stellvertretende Gemeindebrandmeister. Dazu zählten zwei Großbrände sowie mehrere schwere Verkehrsunfälle, unter anderem auch ein verunglücktes Löschgruppenfahrzeug in der Nachbargemeinde Hatten. Auch auf die im Jahr 2016 getätigten Beschaffungen ging Grotelüschen ein. Er fand lobende Worte für das neue Tanklöschfahrzeug TLF 3000 der Ortsfeuerwehr Brettorf und berichtete über "eine der schnellsten Fahrzeugbeschaffungen in der Geschichte der Gemeinde Dötlingen". Gemeint war der Schlauchwagen des Katastrophenschutzes, der in der Gemeinde stationiert wurde. Zum Abschluss seines Berichtes dankte Grotelüschen dem Gemeindekommando sowie Rat, Verwaltung und Kreisfeuerwehr für die gute Zusammenarbeit.

Bei den anschließenden Wahlen von Funktionsträgern musste der Posten des Sicherheitsbeauftragten neu besetzt werden. Amtsinhaber Arne Wilkens schied auf eigenen Wunsch hin aus. Einstimmig wurde Maik Melle als sein Nachfolger gewählt. Der Festausschuss, bestehend aus Carsten Abel, Phillip Leggewie und Leon Boholubsky, wurde ebenfalls einstimmig erneut bestätigt. 

Auch zahlreiche Beförderungen standen auf dem Programm. Nico Aufderheide, Fabian Döpping und Felix Rother konnten die Ernennung zu Feuerwehrmännern entgegennehmen. Leon Boholubsky und Jakub Giec wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Dennis Reese darf sich künftig Hauptfeuerwehrmann nennen. 

Im Anschluss wurden Werner Kläner und Karl-Erich von Seggern mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt. Der ehemalige Gemeindebrandmeister Gerd Rüdebusch erhielt außerdem die Auszeichnung für 40-jährige Mitgliedschaft des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes verliehen. Jens von Seggern wurde mit der internen Auszeichnung als "Feuerwehrmann des Jahres" gekührt.

Entsprechend der Tagesordnung trug Gerrit Meyer danach als Vorsitzender der AG Brettorfer Vereine seinen Jahresbericht vor, in dem er auf die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres einging.

Zum Abschluss der Versammlung gab Ortsbrandmeister Dirk Wilkens noch wichtige Termine für das laufende Jahr bekannt. Unter anderem die Daten 24. Mai und 29. November, an denen die Wehr in diesem Jahr einmal mehr die Blutspende ausrichten wird. Erstmals soll hierfür im November ein Blutspendemobil vor Ort sein.