(JaWi) Ein spektakuläres Bild bot sich den Einsatzkräften der Ortswehr Dötlingen bei einer Übung auf dem Mühlenweg in Dötlingen kurz vor Pfingsten. Bei einem simulierten Verkehrsunfall war ein PKW mit zwei Insassen gegen einen Baum geprallt, ein Traktor mit angebauter Frontgabel hatte außerdem die Heckscheibe des Autos durchbohrt. 

Für die Feuerwehrleute galt es zunächst, die verunfallte Fahrzeug und insbesondere die Frontgabel des Traktors zu stabilisieren, um weitere Gefährdungen der "Verletzten" auszuschließen. Mit den hydraulischen Rettungsgeräten wurden im Anschluss Zugangsöffnungen geschaffen und dazu die Türen des PKW herausgetrennt. Eine angenommene Einklemmung des Fahrers im Beinbereich wurde mithilfe von Entlastungsschnitten in die Karosserie und Einsatz eines hydraulischen Rettungszylinders beseitigt. 

Die Rettung des zweiten Insassen aus dem Fond des PKW gestaltete sich durch die beengten Platzverhältnisse im Inneren des Wagens schwieriger. Hier musste das Dach des Fahrzeuges abgetrennt und die Rückenlehne des Beifahrersitzes entfernt werden, um eine patientenschonende Rettung zu ermöglichen. Über ein Spineboard (Rettungsbrett) wurde die Person letztlich achsengerecht befreit.

Zwei Mitglieder der Ortswehr Neerstedt hatten mit dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug an der Übung teilgenommen und somit die hydraulischen Rettungsgeräte zur Verfügung gestellt. Bereits seit einiger Zeit probt auch die Dötlinger Ortswehr regelmäßig den Umgang mit den Geräten, da es im Ernstfall insbesondere tagsüber die Regel ist, dass alle Wehren der Gemeinde zu Verkehrsunfällen alarmiert werden.