(JaWi) Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Dötlingen am 24. Januar im Dötlinger Hof standen neben Jahresberichten und Wahlen von Funktionsträgern auch diverse Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung.

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Ortsbrandmeister Torsten Fischer konnte als Gäste seitens der Feuerwehr Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich begrüßen. Aus dem Rat waren der Feuerwehrausschussvorsitzende Thore Güldner und Anke Spille der Einladung gefolgt. Auch Bürgermeister Ralf Spille und Liane Pape-Nordbrock von der Verwaltung waren zur Versammlung erschienen.

Im Jahresbericht der Ortsfeuerwehr Dötlingen betrachtete der Ortsbrandmeister zunächst den Mitgliederbestand, der konstant bei 48 Aktiven verblieb. Zwar habe es einen Austritt und zwei Übertritte in die Altersabteilung gegeben, aber drei Neueintritte - darunter zwei Frauen - hätten dies wieder ausgleichen können, so Fischer. Zusätzlich werde die Wehr durch zwei Doppelmitglieder mit Arbeitsplatz in der Gemeinde unterstützt, die insbesondere tagsüber mit ausrückten. Außerdem seien 17 Kameraden in der Altersabteilung. In der Kinderfeuerwehr würden freie Plätze weiterhin umgehend wieder aufgefüllt. Aktuell seien 21 Mädchen und Jungen dabei.

Auf die Einsätze des Jahres 2019 rückblickend, resümierte Fischer, dass die Zahl der Einsätze von 34 in 2018 auf 42 in 2019 wieder gestiegen sei. Die Einsatzstunden schlugen mit 1186 Stunden zu Buche, was rund 480 Stunden mehr als im Vergleich zum Vorjahr seien. Insbesondere die schweren Verkehrsunfälle mit Toten und Verletzten hätten die Feuerwehrleute gefordert. Er dankte ausdrücklich allen Einsatzkräften, die bereit seien, in vorderster Reihe Menschen in Not Hilfe zu leisten. Statt der üblichen Unwetterlagen durch Sturm oder Orkan, habe es Ende August einen ungewöhnlichen Starkregen im Gemeindegebiet gegeben, der für zahlreiche Einsätze durch überflutete Keller gesorgt habe.

Aber auch diverse Brände forderten die Dötlinger Wehr. Insbesondere der Flächenbrand, bei dem zwei Kameraden aus der Gemeinde Dötlingen verletzt wurden, LKW-Brände auf der Autobahn und der Großbrand an Weihnachten in Wildeshausen blieben in Erinnerung. Zudem steige bei den Brandeinsätzen die Zeit für die Nachbereitung und Reinigung der Gerätschaften sowie Einsatzkleidung. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Dekontamination nach Einsätzen sei gestiegen.

Insgesamt leisteten die Ortswehr Dötlingen und die Kinderfeuerwehr 6836 dokumentierte Stunden. Neben den regulären Übungsdiensten entfielen davon allein rund 841 Stunden auf die Teilnahme an insgesamt 21 Lehrgängen und Fortbildungen. Unter anderem war ein D-Schlauch-Seminar mit externen Ausbildern am Dötlinger Feuerwehrhaus durchgeführt worden. Erneut hatten auch mehrere Atemschutzgeräteträger das Brandhaus in Lemgo sowie den Brandübungscontainer in Loy besucht. Außerdem wurden zahlreiche Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene absolviert. 

Die Dötlinger Ortswehr habe auch in 2019 regelmäßig zum Dorfleben beigetragen. Neben der Ausrichtung der Blutspendetermine und der Durchführung der Brandschutzerziehung in Schule und Kindergärten, habe man Schützen- und Ernteumzug sowie einen Laternenumzug begleitet. Letzterer war im vergangenen Jahr erstmalig gemeinsam mit dem Turnverein Dötlingen ausgerichtet worden und sei erfreulicherweise auf eine große Resonanz gestoßen, so Fischer. Eine Wiederholung werde angestrebt. Auch der Theaterabend sei einmal mehr ein voller Erfolg gewesen. Beim Osterfeuer habe man wie üblich die Brandwache gehalten. Er freute sich besonders über die Teilnahme der Wettbewerbsgruppe am Leistungsvergleich auf Kreisebene.

Über die vielfältigen Aktivitäten der Altersabteilung berichtete Herbert Aschenbeck der Versammlung. Zahlreiche Ausflüge und Besichtigungen hatte die Kameraden im vergangenen Jahr unternommen.

Der Ortsbrandmeister ging danach noch einmal auf die Kinderfeuerwehr ein. Nachdem das Betreuerteam um Kinderfeuerwehrwartin Silke Bleckwehl frühzeitig angekündigt hatte, die Tätigkeit abgeben zu wollen, habe sich inzwischen ein neues motiviertes Team aus sechs Personen zusammengefunden. Fischer dankte Bleckwehl, die das Amt der Kinderfeuerwehrwartin seit der Gründung im Jahr 2013 inne hatte: "Ohne Silkes Engagement wäre die Kinderfeuerwehr sicher kein solcher Erfolg geworden!" Beim Thema Waschhalle zeigte sich Fischer nach einigen Verzögerungen optimistisch, dass der Bau in Kürze vorangehen und noch in 2020 abgeschlossen werde. Der Ortsbrandmeister sprach Rat und Verwaltung abschließend seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. 

In seinem Jahresbericht aus Sicht der Gemeindefeuerwehr ging Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich unter anderem auf den Mitgliederbestand ein. Dieser sei bei den Aktiven von 150 im Vorjahr leicht auf 151 gestiegen. Gleichzeitig habe die Zahl der einsatztauglichen Atemschutzgeräteträger von 54 auf 51 abgenommen. In den Nachwuchsabteilungen zeichnete sich ein positiver Trend ab.

Mit 77 Alarmierungen stiegen die Einsatzzahlen laut Ulrich leicht zum Vorjahr. Großbrände, schwere Verkehrsunfälle und der Verlust eines eigenen Einsatzfahrzeuges hätten das vergangene Jahr überschattet. Auch auf die im Jahr 2019 getätigten Beschaffungen ging der Gemeindebrandmeister ein. Besondere Erwähnung fand die Beschaffung des neuen LF 20 KatS der Brettorfer Wehr und die zum Abschluss gebrachten Themen Trinkwasserschutz sowie die Löschwasserversorgung im Stühe. Im Jahr 2020 stünden nun die Umstellung auf leichtere CFK-Atemluftflaschen an und die Neerstedter Ortswehr solle ein neues Mannschaftstransportfahrzeug erhalten. Ulrich bedankte sich bei Gemeinderat und Verwaltung, insbesondere bei Liane Pape-Nordbrock, für die gute und enge Zusammenarbeit um die Belange der Dötlinger Feuerwehren.

In seinen Grußworten richtete der Bürgermeister den Feuerwehrleuten zunächst die besten Wünsche der Verwaltung aus und dankte den Einsatzkräften, auch im Namen aller Gemeindebürger, für ihr ehrenamtliches Engagement. Hinter den Einsatzkräften liege ein ereignisreiches Jahr. Das Spektrum an Einsätzen zeige immer wieder, wie vielfältig die Arbeit der Feuerwehr sei. Gerade die Verkehrsunfälle würden die Einsatzkräfte intensivst fordern. Dafür habe er den größten Respekt, so Spille. Wie gefährlich es bei Einsätzen trotz aller Ausbildung werden könne, habe der Flächenbrand im Juni gezeigt, bei dem ein Neerstedter Einsatzfahrzeug schwer beschädigt und zwei Kameraden verletzt wurden. Man könne sich wenig Schlimmeres vorstellen, so der Bürgermeister. Der Zusammenhalt der Wehren und die positive Unterstützung für die konsternierten Neerstedter Einsatzkräfte nach dem Vorfall habe ihn jedoch beeindruckt. Zum Abschluss dankte Spille noch einmal dem Förderverein der Feuerwehr, der die Gemeinde regelmäßig finanziell unterstütze. 

Als Vorsitzender des Feuerwehrausschusses überbrachte Thore Güldner die Grüße und den Dank des Gemeinderates. Er betonte, dass der Dienst, den die Ehrenamtlichen für die Gesellschaft leisteten, keinesfalls selbstverständlich sei. Güldner blickte insbesondere auf die vergangenen Haushaltsberatungen zurück, die von Kompromissen geprägt gewesen seien, aber deutlich früher als zuvor abgeschlossen werden konnten. Bei der Umverteilung der Aufwandsentschädigungen auf mehr Funktionsträger und der damit verbundenen Erhöhung der entsprechenden Gelder im Haushalt, sei es "gut angekommen, dass einzelne Führungskräfte dafür auf Gelder verzichten." Dadurch sei noch einmal deutlich geworden, dass es nicht um finanzielle Beweggründe, sondern um Anerkennung und Wertschätzung gehe, so der Feuerwehrausschussvorsitzende.

Bei den anschließenden Wahlen von Funktionsträgern wurden Maik Cording und Daniel Gildehaus als Atemschutzgerätewart und Stellvertreter bestätigt. Marvin Leutloff bleibt außerdem stellvertretender Gerätewart. Die neu geschaffene Funktion des Funk- und Technikwartes wird von Steve Hannes besetzt. Janine Grünhage wird künftig die Funktion der Zeugwartin übernehmen, nachdem Maik Cording seinen Posten zur Verfügung gestellt hatte. Eine Veränderung gab es auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Das Team der Pressewarte stellt sich für die wachsenden Aufgaben breiter auf. Dafür gab Gemeindepressewart Jannis Wilgen seine Doppelfunktion als Dötlinger Ortspressewart an Henning Müntinga ab. Alle Wahlen fielen einstimmig aus.

Gewählte und bestellte Gruppenführer mit Gratulanten (v.l.): Torsten Fischer, Sascha Henning, Henning Müntinga, Marvin Leutloff, Janine Grünhage, Michael Castens, Maik Cording, Simon Schröder, Daniel Gildehaus, Bernhard Schmoger

Für weitere drei Jahre bestellte der Dötlinger Ortsbrandmeister erneut Michael Castens, Stefan Castens, Sascha Henning, Bernhard Schmoger und Andree Suhr als Gruppenführer. Stefan Castens übt zudem weiterhin die Funktion des Zugführers aus.

Auch einige Beförderungen standen auf dem Programm. Paulina Ullerich wurde zur Feuerwehrfrau und Thorsten Chruszcz zum Feuerwehrmann ernannt. Klaas Ehmen und Henning Müntinga wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Janine Grünhage erhielt die Beförderung zur Hauptfeuerwehrfrau. Weiterhin darf Jannis Wilgen künftig den Dienstgrad des Löschmeisters tragen.

Bei den Ehrungen verlieh Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich das Abzeichen des Landes Niedersachsen für 25-jährige Mitgliedschaft an Dirk Dirksen. Willi Bührmann und Reiner Spille, beide Mitglied der Altersabteilung, erhielten außerdem das Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Zudem wurde Heinz Liebig in die Altersabteilung verabschiedet. Er wurde mit der silbernen Ehrennadel des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet.